In der Krankensalbung möchte Gott unsere seelischen und körperlichen Leiden heil machen und uns stärken. 

Das Sakrament beruht auf einer Stelle im Jakobusbrief, Kapitel 5,14: „Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.“  Jesus trug seinen Jüngern auf, Kranken beizustehen und sie zu heilen, wie er es getan hat (Lukas 10,9; 11,22, 7,18–22). Die Jünger taten dies und verwendeten dabei als Zeichen auch ein seinerzeit übliches Mittel zur Wundheilung, die Salbung mit Öl (Markus 6,12–13).

Früher wurde sie in der katholischen Kirche als "Letzte Ölung" bezeichnet; innerhalb der anthroposophisch orientierten Christengemeinschaft wird sie auch heute noch so genannt. Dieser Begriff ist aber irreführend. Die Krankensalbung kann man jederzeit und immer wieder empfangen, auch unabhängig vom Moment des Sterbens.

Die Krankensalbung ist ein Sakrament der römisch-katholischen, der altkatholischen und der orthodoxen Kirche sowie der Christengemeinschaft. Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden praktizieren die Krankensalbung als „Ältestendienst nach Jakobus 5“. Auch lutherische, reformierte und unierte Kirchen sehen zum Teil für die Krankenseelsorge wieder eine Salbung vor, die jedoch kein Sakrament ist.